Leonard Hess Blog

Darüber, was es heißt, erwachsen zu sein

15.09.2017

Als ich mit meinem Studium anfing, war ich schon durch meinen Wehrdienst etwas älter als die Meisten um mich herum, doch auch im Umgang unterschied ich mich stark von denen, die direkt von der Schule zum Studieren gekommen waren. Diese Beobachtung teilte auch ein Kommilitone, der schon 25 war und bereits in München studiert hatte. Wer direkt aus dem festen, schulischen Umfeld kam und noch nicht einmal dem Elternhaus „entflohen“ war, verhielt sich sichtbar anders als die Erstsemester, die bereits für längere Zeit auf sich gestellt waren. Letztere waren ungezwungener, agierten entschlossener, und traten offener gegenüber anderen auf, was wiederum erste einschüchterte, die noch etwas brauchen sollten, bis sie sich daran gewöhnten, dass es keine Lehrer mehr gibt, die sie mit festem Stundenplan durch den Unialltag führen. Auch erinnere ich mich noch daran, wie ich in meiner ersten WG für meinen Mitbewohner bei der Internetprovider-Hotline anrufen musste, da dieser sich, obwohl er Vertragsinhaber war, schlicht nicht traute. War die zweite Gruppe der Studenten erwachsener als die Erste? War ich in der Situation erwachsener als mein Mitbewohner? Was heißt es eigentlich, erwachsen zu sein und woran macht man das fest?

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Robert Baden-Powell – Scouting for Boys

13.09.2017

Robert Baden-Powell war einer der bekanntesten Generäle des British Empire, was jedoch weniger an seiner beeindruckenden Karriere in Südafrika, sondern mehr an seiner schriftstellerischen Tätigkeit und dem Aufbau der heute immer noch bestehenden und oft wachsenden Pfadfinderbewegung liegt. Sein Buch „Aids for Scouting“ in dem Tipps zur Aufklärung im Krieg und Human Intelligence, wie es heute genannt wird, gegeben wurden, wurde nicht nur unter betroffenen Soldaten, sondern auch unter der Jugend Großbritanniens, die mit den Heldengeschichten aus den Kolonien des Empires aufgewachsen ist, zum Bestseller. Dies hatte General Baden-Powell jedoch überrascht, sah aber vor allem aufgrund der Erfahrungen in Mafeking des Potenzial, dass junge Menschen hatten, wenn man sie selbstständig lernen lies, und ihnen in Eigenverantwortung eingaben anvertraute, was stark den damaligen Bildungsvorstelllungen widersprach, denen zu Folge man der Jugend alles eintrichtern musste. So schrieb er Scouting for Boys.

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AVEC – What If We Never Forget

13.09.2017

AVEC kenne ich, wie wahrscheinlich die meisten, dank der Spotifys „Discover Weekly“-Playlist, die im Juni 2016 das Lied „Granny“ enthielt. Das leise „I don’t feel safe here anymore“ hatte sofort meine Aufmerksamkeit, und das Lied ist eines der besten, die mir je untergekommen sind. Zu dem Zeitpunkt war nur die EP (links auf dem Bild) veröffentlicht, die ich dann gleich gehört habe, und die anderen Lieder sind recht gut, jedoch klangen sie für mein Ohr recht ähnlich, als dann im September das Album (rechts auf dem Bild) kam, ging es mir damit ähnlich, doch faszinierte mich die Musik, gerade Waiting for, Darling und Granny, da diese etwas eigenes, unglaublich kunstvolles hatten. Schnell war mir klar, dass ich ein Konzert besuchen musste.

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